Stefanie M.: Praktikantin in der Gründungsphase

Eine sinnstiftende Arbeit

Wenn viele profitieren: der Markt, die Menschen und die Wissenschaft

 

Du studierst «International Business Management»
trinational an der Fachhochschule Nordwestschweiz und begleitest das Produkt «Pasta sociali» aus wissenschaftlicher Sicht. Was interessiert dich dabei?

Mich interessieren zunächst das Produkt, die Preispolitik und wie es sich auf dem Markt platzieren lässt. Die ganz klassischen Fragen des Marketings eben. Ich bringe Wirtschaftsdenken mit ein, frage nach Aufwand und Ertrag.

 

Gemäss dem Prinzip, dass der Preis die Nachfrage bestimmt?

Mit unserem Produkt betreiben wir Sozialmarketing. Das heisst aber auch, dass wir nach dem in der Fachsprache sogenannten «komparativen Konkurrenzvorteil» fragen. Gern spreche ich auch von dem «gewissen Etwas», das ein Produkt unbedingt mitbringen muss.

 

«Ich bin das tolle Produkt, kauf mich!», genügt nicht?

Nein, der rein monetäre Anreiz reicht nicht mehr. Meine Generation ist sehr stark vom Gedanken der Nachhaltigkeit geprägt. Das belegt zum Beispiel die Nachfrage nach BIO Produkten. Es mag schon sein, dass sich ein Produkt kurzfristig einen Markt erobert. Wenn es aber langfristig bestehen soll, braucht es das «gewisse Etwas» , das den ganzen Menschen anspricht.

 

Für soziale Produkte sind Menschen bereit, mehr Geld auszugeben?

Ich denke, Menschen sind glücklicher, wenn sie mit einem Kauf etwas Gutes tun können. Wenn sie ihren Geldbeutel öffnen, um Werte zu schaffen und dadurch ein gutes Gewissen haben.

 

Deine wissenschaftliche Untersuchung soll 30 Seiten umfassen. Das ist viel – wie gehst du vor?

Ich lese Konzepte, stelle viele Fragen, fertige eine SWOT-Analyse an, dokumentiere Wichtiges und feile an der Forschungsfrage. Mir gefällt, wie Projektleiter Simon Schneider mich in alles mit hineinnimmt und mir konkrete Aufträge erteilt. Wo sonst könnte ich konkret lernen, wie ein Produkt auf den Markt kommt? Die reine Theorie liefert mir dieses Wissen nicht.

 

Wo seid Ihr gerade dran?

Wir fragen uns: Wie weit weg dürfen Betriebe liegen, damit Aufwand und Ertrag sich die Waage halten? Wie sollen wir das Produkt verpacken? Welche Mengengrössen machen Sinn? Wieviel Zeit setzen wir ein?

 

Ist ein Job im Sozialmarketing etwas, der dich reizt?

Ja, ich würde sehr gerne Wirtschaft und Soziales miteinander verbinden. Geld vermehren, damit Gutes getan und die Welt ein wenig verbessert wird.

 

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